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18.04.09 Großeinsatz für die Jugendfeuerwehr

In einem Häuschen unterhalb der "Roten Brücke" war am Samstag ein Feuer ausgebrochen. Die Jugendfeuerwehr rückte aus und löschte - zu Übungszwecken. Der Einsatz war nämlich kein echter.

Kurz nach 12 Uhr ging am Samstag bei der Freiwilligen Feuerwehr in Günnigfeld der Alarm los: In einem alten Haus unterhalb der Erzbahntrasse sei ein Brand ausgebrochen. „Feuer im Gelände” lautete der Einsatzbefehl – und die Jugendfeuerwehr rückte aus, mit Sirenen, zwei Löschfahrzeugen und 2400 Litern Wasser an Bord. Nach 13 Minuten waren der Brand und alle Glutnester gelöscht, nach 2000 Litern Wasser und Löschschaum der Einsatz beendet. Ein besonderer Einsatz für die Jugendlichen, denn eigentlich dürfen sie bei Löscharbeiten höchstens zusehen. Am Samstag aber hatten die erwachsenen Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr für ihren Nachwuchs einen Aktionstag organisiert: vermeintliches Gefahrgut im Teich versenkt, die Jugendlichen zu einem Flächenbrand an der Blücherstraße gerufen oder eben das Feuer in der Stellwerkshäuschen-Ruine an der Erzbahntrasse gelegt.Insgesamt sieben realitätsnahe Einsätze hatten sie geplant – und die jungen Feuerwehrleute waren begeistert. „Das ist schon etwas anderes als unsere normalen Übungen”, erzählt Fabian Wenner. Da hielte man manchmal mit einem trockenen Schlauch auf ein Feuer, das nicht einmal existiert. Beim Brand im Wald stand der 16-Jährige mit seinem Kollegen Norman Römer (14) am C-Rohr und löschte, was zu löschen ging. Da konnten wir mal in der Praxis sehen, was wir in der Theorie lernen”, findet Fabian, rechnet vor, wie viele Liter Wasserdampf aus einem Liter Wasser entstehen und erklärt damit, warum er und die anderen jungen Helfer während der Löscharbeiten zwischendurch fast völlig im Nebel verschwunden waren. Die Einsatztage – Berufsfeuerwehrtage genannt, weil die Jugendlichen wie die Profis einen ganzen Tag lang in Bereitschaft sind – gibt es in Günnigfeld einigermaßen regelmäßig einmal im Jahr. Ein Höhepunkt für die Zwölf- bis 17-Jährigen. Eben auch, weil sich die erwachsenen Helfer eine Menge einfallen lassen. Vor vier Jahren, erinnert sich Jan Appelhoff, hätten sie beispielsweise die halbe Günnigfelder Straße eingenebelt und damit noch ein paar Tage für Stadtgespräche gesorgt. Auch die Einsätze am Samstag sind nicht unbemerkt geblieben. Viele Nutzer der Erzbahntrasse zum Beispiel blieben ob der geparkten Feuerwehrfahrzeuge verdutzt stehen. Ein besorgter Jogger, der auf der „Roten Brücke” unterwegs war, rief sogar die 112, weil er gefährlich viel Rauch beobachtet hatte. Zum Glück hatte Einsatzleiter und Organisator des Tages, Christian Kronenberger, den Kollegen von der Leitstelle in Bochum vorher Bescheid gegeben, dass die Jugendfeuerwehr an der Stelle üben würde. Sonst hätten die jungen Feuerwehrleute wohl Besuch von erwachsenen Kollegen bekommen – vollkommen unnötig, denn das Feuer an der Erzbahntrasse hatten sie schließlich auch alleine vorbildlich im Griff.

Text: Julia Seifert, Fotos: Gero Helm

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