Am Donnerstagmittag erreichte die Feuerwehr der Hilferuf vom Wasserschloss Kemnade. Dort war der Schlossgraben ausgetrocknet. Dadurch sind die Fundamente des historischen Gebäudes bedroht und können bleibende Schäden davontragen.
Am Nachmittag rückte die Löscheinheit Stiepel mit 8 Einsatzkräften, unterstützt auch durch die Jugendfeuerwehr, und zwei Fahrzeugen zum Wasserschloss aus, um den Graben zu befüllen. Zunächst mussten dafür aber eine 300 Meter lange Schlauchleitung von der Ruhr bis zum Wassergraben verlegt werden. 60 Schläuche wurden ausgerollt, bevor das erste Wasser in den Graben floss. Am Donnerstag wurde von 18 bis 23 Uhr knappe 100 Kubikmeter Wasser gepumpt.
Auch an den Folgetagen ging die Befüllaktion des Schlossgrabens weiter. Am Freitag und Samstag kamen neben der Löscheinheit Stiepel auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Höntrop, Eppendorf, Wattenscheid-Mitte, Querenburg sowie die Auszubildenden der Berufsfeuerwehr zum Einsatz. Insgesamt wurden an den drei Tagen mehrere 100.000 Liter Wasser zum Schutz der Fundamente in den Graben gepumpt.