Eigentlich ist Martin Achilles Feuerwehrmann geworden, um anderen Menschen das Leben zu retten. Doch am Freitag, den 02. Januar 2009 wurde der Spieß umgedreht: Der 28-Jährige wurde von seinen Kameraden der Feuer- und Rettungswache 2 gerettet. Zum Glück nur im Rahmen einer Übung. Die kalte Jahreszeit bietet für die Feuerwehr Bochum die ideale Gelegenheit, die Rettung von im Eis eingebrochenen Personen zu üben. Feuerwehrmann Martin Achilles begab sich im wasserdichten und speziell isolierten Anzug ins eiskalte Wasser an der Jahrhunderthalle. Nach einer Stunde hatten er und seine Kameraden die Übung überstanden. Trotz des Schutzanzugs hatte Martin Achilles die Kälte im wahrsten Sinne des Wortes hautnah spüren können. Der 28-Jährige, der seit April 2008 ausgebildeter Feuerwehrmann ist, gab sich mutig: "Es lässt sich aushalten."
Der Sinn solcher Übungen ist es, für alle Fälle gerüstet zu sein. Laut Einsatzleiter Simon Heußen muss die Feuerwehr alle Techniken zur Rettung beherrschen. Ob mit der Leiter, mit der jedes Löschfahrzeug ausgestattet ist, oder dem Schlauchboot, das zur Ausstattung des Rüstwagens gehört.
Von der Verlockung, das Eis zu betreten, rät die Feuerwehr dringend ab. Trotz der Minusgrade ist die Eisschicht auf den Gewässern mitunter relativ dünn und kann sehr schnell einbrechen. Wer auf dem Eis einbricht und im eiskalten Wasser steckt, befindet sich in akuter Lebensgefahr.
Foto: Stadt Bochum